Sonntag, 2. August 2009
Freitag, 31. Juli 2009
vancouver island
cheers!
Dienstag, 28. Juli 2009
Samstag, 11. Juli 2009
mal wieder stoff fuer euch!
calgary-banff-las vegas-san francisco-vancouver!
tagebucheintrag tag 2:
Roadtrip Tag 2: 5. Juli 2009
Gestern gings los. Nach nem Tagestrip zum Horseshoe Canyon (eine sehr skurille Landschaft: Sand und Erde wurde geplaettet und gehaertet durch Gletscher und anschliessend durch unterschiedliche Erosion abgetragen, wodurch sich der Canyon bildete.) gings endlich los Richtung Banff. Unser erstes Ziel: irgendwie in das Xavier Rudd Konzert zu kommen. Auf dem Weg haben wir noch eine Anhalterin mit Hund mitgenommen. Endlich wurde Carl mal richtig gefuettert! Es war voll. Sie erzaehlte uns, dass sie jedes Jahr im Sommer seit 6 Jahren (sie war 19) durch Canada faehrt. Entweder per Anhalter oder sogar auf nem Zug. Auf diese Weise kam sie zweimal versehentlich in die USA. Bestimmt ein komisches Gefuehl an nem unbekannten Ort anzukommen. Sie besuchte ihren Freund in Kelowna, wo wir auch noch hinfahren werden, mit dem sie sich einmal pruegelte, wobei er zwei und sie ein blaues Auge davontrug. Die Polizei schlichtete schliesslich den Streit und nahm beide fest, obwohl sie dies nicht wuenschten (nothing happened!). Sie zeigte uns zwei Berge mit schlafenden Menschen.
Auf dem Weg konnten wir zwei heftige Gewitter beobachten. In eins der Gewitter sind wir schliesslich reingefahren. Wir bekamen ein bisschen Angst um das Konzert, aber das Wetter wurde auch wieder besser.
Nach ein wenig Umherirren in Banff fanden wir endlich das Konzert, parkten Carl, und versuchten unser Glueck. Unser erstes Zusammentreffen mit Security war Erfolglos, gab uns aber zumindest die Aussicht auf Erfolg. Wir nahmen einen kleinen Umweg durch einen Hinterausgang und fanden uns wieder vor einer Security. Schliesslich gingen wir in ein Gebaeude und kurz bevor wir umdrehen wollten fanden wir genau den Richtigen Gang an der Kueche vorbei. Koeche und andere Menschen liessen uns passieren und endlich waren wir auf dem Gelaende. Wir waren schon drin, als uns Security zurueckrief. Aber diesen konnten wir mit ein paar tollen Argumenten von unserem Plan ueberzeugen und so liess er uns gewaehren. Geschafft! Xavier spielte gerade Messages als wir ankamen.Waehrend wir zur “Tanzflaeche” rannten bemerkte ich noch die unglaubliche Kulisse. Ein kleines Amphitheater aus Rasenflaeche, umgeben von Bergen, 2 Stunden vor Sonnenuntergang. Ein paar Wolken am Himmel. Alles in allem haette dieser Tag nicht besser laufen koennen.
Nach dem Konzert fuhren wir etwas weiter zu einem Campingplatz, wo wir unser Zelt aufschlugen und ein Feuer machten.
Gerade wurde gepackt, Dan und Kalle sitzen am Feuer. Ich sitze auf einem Baumstumpf und schreibe. Wir werden auf einen Berg wandern hier in der Naehe.
dan (unsere couch in calgary) wurde nach drei tagen beim wildcampem ueberredet mit uns zu kommen. wir hatten die allebeste zeit in calgary wir waren zweieinhalb wochen als gaertner unterwegs.
ich hab mich ein bischn ueber indianer informiert:
Ich habe mir heute das Glenbow Museum in Calgary von innen angeschaut mit dem Ziel einen tieferen Einblick in die Kultur und Lebensweise der einst hier lebenden Natives zu erlangen.
Nitsitapiisinni wird die Lebensweise genannt. Alles, was zum Leben benoetigt wird, wurde gegeben und eine hoehere Macht hat die Menschen und Umgebung erschaffen. Jedes Lebewesen hat gleichen Anspruch auf einen Lebensweg, weswegen vor jeder Einflussnahme auf die Umgebung bei entsprechenden Teilen in Form von Ritualen um Erlaubnis gefragt wird (Jagen, pfluecken). Vielleicht hier also ein grosser Unterschied zum Westen, wo das Streben nach staendigem Fortschritt Ziel und Inhalt des Lebens ist.
Das Ansammeln von “Reichtuemern” (zB Pferde) war kein Statussymbol. Wer viele Pferde hatte, verdiente erst dann Ansehen, wenn er in der Lage war, auf Diese zu verzichten und zu teilen.
Ein grosser Teil der Kultur innerhalb eines Stammes sind die Geschichten. Alles, was irgendwo in irgendeiner Art und Weise als Naturphaenomen betrachtet werden kann (Tiere, Pflanzen, Sterne, Wolken, Sonne, Wetter, etc) besitzt seine eigene Geschichte. Durch diese Geschichten, haeufig mythisch, wird scheinbar alle Moral von Generation zu Generation weitergegeben (”this is how we learned about life”). Zum Beispiel existiert ein gewisser Charakter, Napi, welcher durch seine extreme Lebensweise eine Menge schlechter Beispiele vorfuehrt, die in zahlreichen Geschichten verankert sind. Viele Geschichten beinhalten Fehler der Vorfahren. Durch den Bezug zur Natur steckt Lebensweisheit ueberall wo man hinguckt. Die Dokumentation geschichtlicher Ereignisse fand vor allem muendlich statt. Erst sehr spaet wurden Geschichten und Ereignisse durch Bilder aufgezeichnet.
Es gab Kriege zwischen befeindeten Staemmen (wobei die Ursache fuer Feindschaften nicht ganz klar zu sein scheint). Diese basierten stets auf Ressourcen.
Als die ersten Haendler kamen, wurde vor allem mit Bueffeln gehandelt. Diese wurden eingetauscht gegen Waffen, Munition, Whiskey und anderen Dingen. Viele Dinge wurden von den Natives als gut erachtet. So erleichterten die Waffen zum Beispiel die Jagd und Sicherheit. Und mit der zunehmenden Ausrottung der Bueffel war es den Natives wichtig, Alternativen, wie das Bestellen von Feldern oder Tierhaltung zu erlernen.
Allerdings war der Handel mit Whiskey sehr zerstoererisch. So wurde nicht nur mit Bueffeln gehandelt (was der Ausrottung beisteuerte) sondern auch mit Land und Frauen. Hinzu kamen die Probleme mit Alkoholkonsum.
Auch wurden Krankheiten uebertragen wodurch immer wieder ein Grossteil eines Stammes ausgerottet wurde.
Schliesslich standen die Natives ohne ihre natuerlichen Nahrungsressourcen da und waren somit auf die Hilfe der Einsiedler angewiesen.
Es wurden Vertraege abgeschlossen, denen Zufolge ein friedliches Zusammenleben zwischen Natives und Einsiedlern abgesichert werden sollte. Weitererhin sollten die Natives Farmfaehigkeiten der Einsiedler erlernen.
In den Vertraegen standen jedoch andere Dinge. Und aufgrund ihrer Lage waren die Natives gezwungen sich mit einem Leben in Reservaten abzufinden. Mit minderwertigen Essensrationen auf engstem Raum ihrer natuerelichen Lebensweise beraubt.
(“We thought we would have more time; More time to learn about the newcomers who were filling our land; More time to learn about farming and ranching; More time to adjust to these new ways; But by 1879, the buffalos had disappeared; The governments of Canada and the United States told our people they must live on Reserves and Reservations if they wanted help; Our people had to obey laws that made no sense to their way of thinking; But our people were starving and could not resist these changes. They gave up the old ways and moved to the Reserves and Reservations.”)
(“The diseases brought by Europeans almost destroyed us; As more newcomers came west, the bison disappeared; In 1877 the government said they wanted to make treaties with us. The Canadian Pacific Railway wanted to be sure that the government had the legal rights to any land that the railway crossed; We agreed to share the recources of our land in exchange for health care, education and equality; We saw this as our only hope for survival; We did not realize that the government would try to take our culture, our language and our land; Today, we continue to fight for the rights that were guaranteed to us by the treaty.”)
der roadtrip ist super! wir wissen nicht wo uns der naechste tag hinfuehrt. im moment wollen wir nur noch ans meer und surfen!
heute morgen waren wir in nem kleinen bergbach mit wasserfall schwimmen. fast jeden tag zelten wir irgendwo wos geil ist.
unter anderem ist folgendes video entstanden:
Mittwoch, 10. Juni 2009
on the road
Winnipeg haben wir mit $100 Verlust verlassen, unsere Arbeitserfahrung als Dachdecker beschraenkte sich wetterbedingt auf 16 Stunden.Als es dann heute wieder hiess Arbeit faellt aus wegen Regen, haben wir spontan die Koffer gepackt und Winnipeg den Ruecken gekehrt. Rumgammeln kann man ueberall besser als in Winnipeg (ausser hier vielleicht). Canadas Mordhauptstadt hat ausser einigen Museen und Kunstgalerien nur noch “the Forks” zu bieten, einer Flussgabelung, ueber welche einst einen wichtigen Handelspunkt darstellte. Bei schoenem Wetter war dies unser Ziel. Viel mehr als abhaengen und Buecher lesen war aber auch nicht drin.
Auch sehr auffaellig waren die kanadischen Ureinwohner, die sich ueberall in der Stadt aufhalten. Alle zehn Meter wird man nach einer Zigarette oder etwas Kleingeld gefragt. Das Problem ist, dass sie durch die englischen Einwanderer alle so dermassen auf Drogen sind und seither diese Abhaengigkeit von Generation zu Generation weitergeben. Das Problem kann wohl politisch schwer geloest werden. Schliesslich kann man die “Aborigines”, “Natives” oder sehr abwertend “Indians” nicht bevormunden. So wird das Problem ignoriert und die einstigen Ureinwohner werden mit skeptischen Augen auf der Strasse betrachtet oder einfach ignoriert.
Kalle hat Fisch gegessen! Es ergeben sich also ganz neue Moeglichkeiten der Nahrungsaufnahme. Subway hat ja nun anscheinend leider die Scrabbleaktion aufgegeben, wodurch wir unseren Traum $ 10.000 zu gewinnen wohl entgueltig beilegen muessen.
Durch Jeff, den wir im Hostel kennenlernten, haben wir ein paar Kontakte zu einigen Elektrikern in Calgary erhalten, welche wir dann auch gleich als erstes abchecken werden.
Hier scheint einiges ueber Kontakte zu laufen. Waehrend eines Abends in der Hostelbar trafen wir Seyr, einen unserer Dachdeckerkollegen, der uns seinen Freunden vorstellte (auch Dachdecker) und schon wurden wir mit Jobangeboten ueberhaeuft. Begibt man sich selbst auf die Suche, findet man allerdings kaum etwas. Ein derartiger Versuch endete mit der Bewerbung bei einer Fisch- und einer Dachstuhlfabrik.
Es faellt mir schwer, mir vorzustellen, warum die Leute in einer Gegend wie dieser hier leben. Bei allen Gespraechen, in denen das Wort “Vancouver” faellt, wird klar, dass eigentlich alle Kanadier irgendwie dort leben wollen. Dennoch bleiben viele in Orten wie Winnipeg. Auch das ist vielleicht ein “Problem”, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Einwanderer suchten wohl nach Unabhaengigkeit, und fanden hier, in den unendlichen Weiten unendliche Freiheit.
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Inzwischen sind wir in Calgary und suchen mal wieder Arbeit. bis bald!





